Das sog. Festgeld hat immer eine bestimmte Laufzeit, bei der man zwar die Möglichkeit hat, diese zum aktuellen Zinssatz zu verlängern, aber kaum eine Möglichkeit, während der Laufzeit an sein Geld zu kommen. In seltenen Fällen besteht die Möglichkeit, die Einlagen zu beleihen oder durch Zahlung von Vorschusszinsen kann die Bank aus Kulanzgründen eine Verfügung möglich machen.
Festgelder, die, wie es normal üblich ist, bis zum Ende des Zeitraumes festliegen, können danach auch als Sichteinlage, das heißt als Tagesgeld weitergeführt werden. Es wird auch häufig vereinbart, dass sich die Laufzeit verlängert, wenn der Kunde nicht vor dem Auszahlungstermin kündigt. Wird der Vertrag fristgerecht gekündigt, wird das Geld auf das bei Abschluss des Vertrages angegebene Referenzkonto ausgezahlt. Dieses Referenzkonto ist meist ein Girokonto.
Vor allem bei unruhigen Kapitalmärkten hat das Festgeld seinen Reiz, denn man ist durch den garantierten Zinssatz während der Laufzeit abgesichert. Das Festgeld stellt für den Kunden somit eine krisensichere Finanzanlage dar. Bei höheren Einlagen sollte man auf die Absicherung durch einen Einlagensicherungsfonds achten, denn bei einem Betrag von 20.000 € sind 90 % der Einlage durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert.
Für die Banken ist diese Art der Geschäfte ebenfalls sehr lukrativ, da sie dadurch die Möglichkeit zur Refinanzierung ihres Aktivgeschäfts haben. Das Festgeld gehört zu den Termineinlagen, genau wie das Kündigungsgeld. Beim Kündigungsgeld besteht die Verfügung der Gelder erst nach Kündigung und Ablauf der Kündigungsfrist. Der Zinssatz dieser Anlage ist gegenüber dem Festgeld variabel.

