Ferngläser für Jäger und Jagdfreunde

Die Jagd ist eines der aufwändigsten und kostenintensivsten Hobbys überhaupt, denen man in Deutschland nachgehen kann. Die Ausbildung ist langwierig und schwer und mündet in einer nicht trivialen Abschlussprüfung. Zusätzlich benötigt man in der Ausübung später eine umfangreiche Auswahl an Accessoires und Zubehör. Über Waffen und Munition bis hin zur richtigen Kleidung und eventuell einem Jagdhund und –horn. Eines der teuersten Einzelteile hingegen ist das Fernglas, ohne das praktisch kein Jäger auskommt – sei es im Ansitz, auf der Treib- oder Drückjagd oder sogar auf Safari. In diesem Beitrag soll eine Entscheidungshilfe für die Wahl des richtigen Fernglases für die Jagd gegeben werden.

Fragt man einen Jäger mit viel Erfahrung, dann ist die Wahl der Marke keine sonderlich große Entscheidung. Für deutsche Jäger kommen nur die sogenannten „großen Drei“ in Frage. Zeiss Ferngläser oder ebenjene von Leica oder Swarovski. Andere Marken genießen unter Jägern maximal Exotenstatus und werden gerne belächelt.

Die Firmen Zeiss und Leica stehen mit ihren Ferngläsern vor allem für technische Innovation und viele Zusatzfunktionen. So bietet Zeiss ein eigenes Ballistik-Informations-System an, mit dem der Verlauf eines Projektils penibel im Voraus berechnet werden kann. Entfernung, Munition, Waffenmerkmale und Windrichtung gehen in diese Berechnung mit ein. Leica dagegen stattet viele Modelle mit einem eigenen Laser-Entfernungsmesser aus. So kann man sich genau darauf verlassen, wie weit ein bestimmtes Ziel entfernt ist und muss nicht auf das fehlerbehaftete Augenmaß zurückgreifen.

Auf der anderen Seite steht der Anbieter Swarovski. Hier wird weniger auf Innovation als auf Konsequenz und Tradition gesetzt. Die Ferngläser liegen preislich sogar noch eine Stufe über der Konkurrenz, setzten aber auf kompromisslose Qualität, die auch Bestandteil der Firmenkultur ist. Die Swarovski Fernglasmodelle sind in der Regel mit Stickstofffüllung ausgestattet, so dass Nässe und Feuchtigkeit nicht ins Innere des Fernglases eindringen kann. Die Linsen sind mehrfachvergütet und die Beschichtung der Objektive ist derzeit noch unerreicht. Die Haltbarkeit ist daher auch sehr hoch – das Unternehmen gibt lebenslang Garantie auf die Topmodelle.

Worauf die Entscheidung auch fällt, man sollte zumindest 1000 Euro für den Kauf eines Fernglas bei den großen Drei einplanen. Sind spezifische Eigenschaften gewünscht, kann es auch ein vielfaches dessen ausmachen.

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